Aktuell

27. Oktober 2017

Kriterien für Vergütungszuschläge für die Grundstücksverwertung und für die schwierige Informationsbeschaffung


a) Verwertet der Insolvenzverwalter ein lastenfreies Grundstück freihändig, kommt ein Zuschlag nur in Betracht, wenn die Verwertungstätigkeit über die üblichen mit der Veräußerung eines Grundstücks verbundenen Tätigkeiten in erheblichem Maß hinausgeht.
b) Ein Zuschlag für Erschwernisse bei der Informationsbeschaffung kann auch dann gerechtfertigt sein, wenn die Informationsbeschaffung beim Schuldner dadurch erheblich erschwert wird, dass die bisherigen Organe des Schuldners ausgeschieden und von ihnen keine Informationen mehr zu erhalten sind, der neue Geschäftsführer keine Kenntnisse hat, auf Kenntnisse der Beschäftigten nicht zurückgegriffen werden kann und eine ausreichende Information anhand der Geschäftsunterlagen nicht möglich ist.
BGH, Beschluss vom 21. September 2017 - IX ZB 84/16 - LG Frankfurt (Oder), AG Frankfurt (Oder)

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Aktuell

Keine Verwirkung des Vergütungsanspruchs des vorläufigen Verwalters bei Pflichtverletzung des endgültigen Verwalters

Der vorläufige Insolvenzverwalter verwirkt seinen Vergütungsanspruch in der Regel nicht durch Pflichtverletzungen, die er als Insolvenzverwalter im eröffneten Verfahren begeht.
BGH, Beschluss vom 21. September 2017 - IX ZB 28/14 - LG Bochum, AG Bochum